Beispiele der aktuellen Mieterhöhungen in Duisburg 2024

 

GEBAG-Duisburg (Duisburg Neudorf)

In einer GEBAG-Siedlung in DU-Neudorf hat die GEBAG ihre Häuser modernisiert, wobei die Modernisierung sich ausschließlich auf den Außenbereich reduziert, während der eigentliche Standard der einzelnen Wohnungen davon nicht berührt ist. Nach Abschluss der Baumaßnahmen erhöhte die GEBAG die Miete z.B. bei einer 55 qm-großen Wohnung 77,09 €, die vom JC nicht übernommen wurden. In der gesamten Wohnanlage wohnen zahlreiche Mieter*innen, die von Leistungen des JC leben, und deren Mieterhöhungen ebenfalls nicht übernommen wurden.

Duisburg-Hochfeld

In einer Siedlung in Duisburg-Hochfeld mit ca. 500 Wohnungen wurde eine Mieterhöhung seitens der Wohnungsgesellschaft in Höhe von ca. 55 € verlangt, die unter Berufung auf den kommunalen Mietspiegel erfolgte. Auch hier hat das JC die Übernahme unter Verweis auf die Angemessenheitsgrenze verweigert. Und auch hier sind zahlreiche Menschen betroffen, die Leistungen vom JC erhalten.

Duisburg-Meiderich:

In einem weiteren Fall einer in Duisburg-Meiderich gelegenen Wohnung wurde vor wenigen Monaten die Netto-Kaltmiete um 44,55 € erhöht. Nach Einreichung des Mieterhhöhungsschreibens beim JC erhielt der Klient kurze Zeit später eine sog. Kostensenkungsaufforderung, da die zu übernehmende Bruttokaltmiete nunmehr um ca. 40 € über der Angemessenheitsgrenze liege. Der Klient ist zu 80% schwerbehindert und ein Umzug ist ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht zuzumuten.

 

Andere Stadtteile in Summe

In zahlreichen anderen bzw. identischen Fällen wurden die Mieterhöhungen vom JC mit einer vergleichbaren Begründung ebenfalls nicht übernommen. Die Konsequenz daraus besteht für die betroffenen Mieter*innen darin, dass sie sich zumeist entschließen, die erhöhten Mietkosten vom monatlichen Regelsatz zu bezahlen, obwohl dieser eigentlich keine zusätzlichen Ausgaben erlaubt. Da es sich zumeist um langjährige Mietverhältnisse handelt, wollen diese Menschen nicht umziehen, da sie meist alleinstehend sind und die langjährigen nachbarschaftlichen Kontakte nicht aufgeben wollen.

Fazit:

Eine immer größer werdende Zahl von Mieter*innen in Duisburg, die auf JC-Leistungen angewiesen sind, sind mit Mietkosten konfrontiert, die sie mit ihrem Bürgergeld (Jobcenter) oder ihrer Grundsicherung im Alter (Sozialamt) im Grunde nicht bezahlen können. Wenn sie es dennoch tun, weil sie nicht umziehen wollen oder aber preiswertere Wohnungen überhaupt nicht finden, weil der Wohnungsmarkt entsprechende Angebote immer weiter verknappt, fehlt ihnen dieses Geld für andere notwendige Ausgaben, wodurch sich u.a. auch der hohe Verschuldungsgrad von Leistungsbezieher*innen erklärt. Hinzu kommt, dass immer mehr Wohnungen aus der Sozialbindung "fallen", wodurch der Bestand von preiswerten Wohnungen ebenfalls ständig reduziert wird. Es besteht deshalb dringender Handlungsbedarf.

Wir fordern die 100% Übernahme  der Kosten der Unterkunft, weil kein passender Wohnraum mehr in der Stadt Duisburg vorhanden ist und sich die Mieterhöhungen sich auf den aktuellen Mietspiegel der Stadt Duisburg berufen. Aus diesem Grund ist eine entsprechende Forderung auch im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.